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Naturführung am Geigersberg in Ochsenbach am 17.05.2026

Am

17. Mai 2026 hatte der NABU Sachsenheim zu einer Naturführung in Ochsenbach unter Leitung des Naturführers und Vorstandsmitglied Christoph Kaup eingeladen.

27 Gäste waren der Einladung gefolgt und waren auf die Naturbeobachtungen gespannt. Schon bald war der Ruf eines Neuntöters zu hören und er präsentierte sich gut sichtbar auf der Spitze eines Apfelbaumes. Wenig später beanspruchte eine ausdauernd singende Gartengrasmücke die Aufmerksamkeit. Christoph Kaup erklärte die Gesangsunterschiede zur Mönchsgrasmücke, die in einiger Entfernung auch zu hören war.

„Da ruft eine Zaunammer“, verkündete Christoph Kaup erfreut. Sie zeigte sich auf dem Dach eines Wengerterhäuschen und ließ sich vom größten Teil der Gruppe im Spektiv betrachten, bevor sie wegflog und nur noch der Gesang zu hören war. Der schöne Singvogel brütet seit einigen Jahren am Geigersberg. Der ursprünglich nur im Mittelmeer-Raum heimische Vogel profitiert von der Klima-Erwärmung.

Im Eichenwald warteten weitere schöne Beobachtungen. Etliche bleiche Waldvögelein waren aufgeblüht. Sie wuchsen zusammen mit einer anderen Orchidee, der breiblättrigen Ständelwurz. Rotkehlchen meldeten sich mit ihrem melancholisch süßen Gesang und plötzlich erkannte Christoph Kaup den Nähmaschinen-ähnlichen Gesang des Waldlaubsängers. Er zeigte den hübschen, gelbgrünen Vogel im Tablet. Der Waldlaubsänger verbarg sich aber und ließ nur sein Nähmaschinen-Surren ertönen.

Nach einer kleinen Wanderstrecke war die große Gruppe oberhalb des Ochsenbacher Eichwalds im Streuobstgürtel „Salenhau“ angekommen. Dort stand die Streuobstwiese in voller Blüte und andächtig gingen die Teilnehmer langsam und schweigend auf dem Wiesenweg und badeten in einer Farben- und Formenpracht. Die Blumen standen nach dem Regen der vergangenen Tage frisch und duftend da und luden ein, sie zu berühren und die unterschiedlichen Tastempfindungen aufzunehmen.

Begleitet von den Gesängen des Gartenrotschwanzes trat die Gruppe den Rückweg an.

 


Vogelbeobachtungsführung in der Feldflur bei Kleinsachsenheim am 26.04.2026

Bei bestem Wetter traf sich unsere Gruppe aus insgesamt 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu einer vogelkundlichen Führung am Waldparkplatz in Kleinsachsenheim.

 

Nach einem kurzen Kennenlernen lauschten wir direkt den ersten Waldvögeln, wie Buchfink, Blau- und Kohlmeise, Zilpzalp und der Mönchsgrasmücke. Dabei wurde schnell deutlich, dass man in der Vogelbeobachtung oft mehr hört als sieht. Viele Arten verraten sich zunächst nur durch ihren Gesang, während sie gut versteckt im dichten Blätterdach sitzen. Ein besonderes Highlight war hierbei der Gesang des Pirols. Sein melodischer Ruf war wunderbar zu hören, auch wenn er sich leider nicht zeigte – perfekt getarnt im dichten Laub blieb er für uns unsichtbar.

 

Unsere Route führte uns am Waldrand entlang, zu einer Streuobstwiese. Hier fiel sofort auf, dass deutlich weniger Vogelstimmen zu hören waren als im geschützten Wald. Dennoch bot die offene Landschaft spannende Beobachtungen: Besonders gut konnten wir die Goldammer und den Gartenrotschwanz beobachten und seinem charakteristischen Gesang lauschen. Außerdem entdeckten wir die ersten Greifvögel: Ein Sperberpaar zog am Himmel vorbei, sowie ein Schwarzmilan und ein Mäusebussard glitten über uns hinweg. Hierbei konnten wir deutlich die Größenund Formunterschiede dieser drei Greifvögel erkennen.

 

Die Nachtigall begleitete uns auf weiten Teilen des Weges akustisch. Ihr Gesang war laut, abwechslungsreich und sehr prägnant. Als wir die ersten Höfe mit ihren großen Scheunen erreichten, schwirrten plötzlich einige Rauchschwalben um uns herum und flogen in schnellen, wendigen Bögen dicht an uns vorbei. Zum Abschluss führte uns die Route über ein offenes Feld. Dort konnten wir die Feldlerche hervorragend beobachten. Ihr Singflug war ein schöner Abschluss der Führung. Besonders eindrucksvoll war auch der Anblick von sieben Weißstörchen, die majestätisch am Himmel kreisten.

 

Insgesamt war es eine sehr gelungene Exkursion mit vielen spannenden Eindrücken, bei der sowohl Einsteiger als auch erfahrene Vogelbeobachter auf ihre Kosten kamen.  

 

Johanna Lemke


Rückblick Mitgliederversammlung

 

Am 27.03.2026 traf sich der NABU zur Mitgliederversammlung im Kulturhaus. Dabei wurde Rückblick gehalten auf ein ereignisreiches Jahr. Von der Nistkastenreinigung, über die Amphibienaktion, bis hin zur Durchführung des Gartenwettbewerbs “Naturnahe Gärten” fanden auch im Jahr 2025 wieder viele Aktionen statt. Dazu kam die Teilnahme am Naturparkmarkt in Ochsenbach, die Neugründung der Fledermausgruppe, sowie verschiedene Naturführungen und die Erarbeitung und erfolgreiche Verhandlung von Kriterien, die eine naturverträgliche Umsetzung des Energieparks Alleenfeld ermöglichen. 

Der Höhepunkt war jedoch die Ehrung für 25-jährige Mitgliedschaft beim NABU. Geehrt wurden Angelika Belz, Alois Danner, Helga Niehues und  Dorothee Schock (nicht auf dem Bild).


Amphibienschutzaktion 2026

Morgens um 7.00h im Kirbachtal: die Luft oft noch kühl, die Sonne noch im Aufgehen, manchmal schimmert der Morgenfrost auf den Wiesen, in den Hecken zwitschern die ersten Vögel, in der Ferne hört man einen Specht und manchmal steht auch ein Silberreiher, Fasan oder Graureiher am Straßenrand und insbesondere am Wochenende, liegt eine ganz besondere Stille über der Gegend. Das alles konnten unsere Amphibienhelfer auch in diesem Jahr erleben, wenn sie am Krötenzaun die Eimer kontrollierten.

Und dann das ganz besondere Glückgefühl, wenn sich zahlreiche Erdkröten in den Eimern befinden oder man eine seltenere Art wie einen Springfrosch oder Molch im Eimer entdeckt.

Auch in diesem Jahr waren wieder zahlreiche Helfer von Mitte Februar bis Ende März dabei. Leider mussten wir in den vergangenen Jahren einen dramatischen Einbruch bei der Erdkrötenpopulation am Langmantel beobachten. Die Anzahl der Erdkröten ist zwischen 2018 und 2024 um fast 90% zurückgegangen. Waren es im Jahr 2018 noch über 3.000 Erdkröten fiel die Zahl stetig bis auf 324 Tiere im Jahr 2024. Insbesondere die heißen und trockenen Sommer der letzten Jahre setzten unseren Amphibien zu. Seit 2025 geht es nun langsam wieder aufwärts (887 Erdkröten) und die Freude bei allen Aktiven war sehr groß, dass in diesem Jahr wieder 1.493 Kröten gezählt wurden. Wir hoffen, dass sich dieser Trend fortsetzt. Mehr Fotos und auch einen Bericht zu unser Laichgewässerbesichtigung findet sich HIER.

 


Presseartikel der Bietigheimer Zeitung vom 31.01.2026

Foto: Martin Kalb


Naturkundliche Führungen

Der NABU Sachsenheim bietet regelmäßig naturkundliche Führungen an. Für 2026 sind zurzeit keine weiteren Führungen geplant.  


Bericht Nistkästenreinigung am 24.01.2026

Frühjahrsputz im Vogelkasten

Auch bei Familie Piep steht der Frühjahrsputz an. Wer im Herbst noch nicht gereinigt hat, muss das jetzt in diesen Wochen machen, bevor die gefiederten Gäste aus dem Süden zurückkehren.

 

Hierfür braucht es viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. In Sachsenheim gibt es beim NABU dieses Jahr drei Teams, die rund 60 Nistkästen in den Wäldern und Streuobstwiesen kontrollieren. Aber auch der Albverein und die Stadt betreuen zahlreiche Domizile.

 

Es ist immer wieder spannend zu sehen, wie unterschiedlich die Vogelarten ihre Nester bauen und tatsächlich waren bei der Reinigung am 24.01.2026 im Bereich um den Waldspielplatz Großsachsenheim bis auf zwei Nistkästen alle belegt.

 

Allerdings hat sich gezeigt, dass es nicht nur gefiederte Bewohner gibt. Auch Fledermäuse nutzen die Behausungen als Quartiere. Nicht schlecht staunten deshalb die NABU-Aktiven als ihnen bei der Öffnung eines Kastens die Visitenkarten von der Arbeitsgemeinschaft Fledermausschutz Baden-Württemberg entgegen flatterte. Offensichtlich gab es im letzten Sommer eine Quartierskontrolle in Sachsenheim und es wurde Kot von mehreren seltenen Arten gefunden, darunter auch die Bechsteinfledermaus und das braune Langohr. Gemeinsam mit der AGF und dem Naturpark soll deshalb nun die Kontrolle der Vorkommen systematisiert werden um den Lebensraum dieser faszinierenden Jäger der Nacht zu sichern.

 

Text: Christine Fiedler

Fotos:   Christine Fiedler


Stellungnahme NABU zum Energiepark Allenfeld

Die aktuelle Stellungnahme zum Energiepark Alleenfeld finden sie hier.


Fotowettbewerb 2025 „Wasserstellen im naturnahen Garten“

Im Jahr 2025 fand zum zweiten Mal unser Fotowettbewerb zu naturnahen Gärten statt. Alle Informationen, ein Tutorial zur Anlegung eines Minitteiches und viele tolle Fotos von Wasserstellen in Sachsenheimer Gärten findet ihr Hier.


Wir unterstützen den NABU Markgröningen und Schwieberdingen-Hemmingen

„Windkraft naturverträglich planen, Regenpfeifer und Co. schützen!“

Das Gebiet „Regenpfeifer Acker“ bei Hemmingen hat eine überragende Bedeutung für den Naturschutz in der Region. Und weit darüber hinaus für die Erhaltung bedrohter nordeuropäischer Zugvogelarten, die das Gebiet auf ihrem weiten Zug nach Süden und zurück als Rastplatz nutzen. Die Windkraft-Vorrangplanungen des Verbands Region Stuttgart (VRS) sind in der zweiten und finalen Runde und sehen vor, Windkraftanlagen auch auf dem einmaligen Gebiet des Regenpfeifer Ackers (LB-08) zu errichten.

Die sechs NABU-Gruppen rund um den Regenpfeifer Acker haben sich zusammengeschlossen, um den Erhalt des Regenpfeifer Ackers als europäischen Zugvogelrastplatz zu sichern.

Es ist bekannt und wissenschaftlich nachgewiesen, dass der Mornellregenpfeifer Vertikalstrukturen, also Masten aller Art, auf seinen Routen großräumig meidet. Die wertvollen Rastplätze wären verloren. Es würden über 40 Zugvogelarten bedroht, allen voran der Mornellregenpfeifer. Der Mornellregenpfeifer wird seit 2011 in seiner Rast auf dem Gebiet des Regenpfeifer Ackers systematisch beobachtet. Seine Bewegungen werden durch nahezu lückenlose Beobachtung registriert in hoher Zahl.

Durch die Fachagentur Wind und Solar werden die NoGo´s der Windkraftplanung länderspezifisch im Netz dargestellt. Für Bayern werden Rastplätze des streng geschützten Mornellregenpfeifers explizit als Windkraftstandort ausgeschlossen! Das muss dem Planer für LB-08, der Fa. Uhl, entgangen sein. Nur so ist zu erklären, warum ein von ihm in Auftrag gegebenes Gutachten den Mornellregenpfeifer vergessen hat. Den Vogel, der der Namensgeber für den Regenpfeifer Acker war! Schutzregeln für die Rastplätze im Wattenmeer der Nordsee sollten nicht minder für die Vogelzugrouten innerhalb Europas gelten. Wie sagte ein besorgter Naturschützer in diesen Tagen: „Wenn Windkraftanlagen auf dem Regenpfeifer Acker installiert werden, dann können wir Naturschutz zukünftig ganz vergessen.“

Der NABU befürwortet grundsätzlich den Ausbau der Windenergiegewinnung, setzt sich aber mit aller Kraft dafür ein, dass dieser naturverträglich erfolgt. Unser Appell ergeht an alle Beteiligten der Vorrangplanungen des Verbands Region Stuttgart, mit der Bebauung des Regenpfeifer Ackers hier nicht auf den letzten Metern einen irreversiblen Schaden entstehen zu lassen. Regenpfeifer & Co. müssen geschützt werden!


Klimaschutz in Sachsenheim

Wie schaffen wir die Klimaneutralität bis 2035?

Im Dezember 2019  haben sich die Staats- und Regierungschefs der EU auf einen Kompromiss geeinigt, wie die EU bis 2050 klimaneutral werden soll. Im Juni 2021 wurde dieses Datum sogar noch auf 2045 vorverlegt, da das Bundesverfassungsgericht eine Nachbesserung verlangt hat. Um das zu erreichen sind unserer Meinung nach große Anstrengungen notwendig. Auch die Kommunen sind hier gefordert, im dieses Ziel erreichen zu können. Jedes wirtschaftliche Handeln muss auf Umweltschutz und Klimaschutz geprüft werden.

 

Wir haben eine Sammlung von Vorschlägen zusammengestellt, was in Sachsenheim für den Klimaschutz getan werden kann, sowohl von jedem einzelnen, als auch von der Stadtverwaltung. Wir freuen uns auch immer über weitere Vorschläge. 

 

Hier finden Sie weitere Informationen zum Klimaschutz in Sachsenheim.



NABU-Archiv

Rückblick auf unsere Naturschutzarbeit

Wer für die Natur aktiv ist, sollte das auch anderen mitteilen. Deshalb haben wir ein Archiv erstellt und sammeln darin Informationen über Aktivitäten der NABU-Gruppe Sachsenheim.

 

Es gibt hier auch Pressemitteilungen, mit denen wir die Öffentlichkeit über unsere Arbeit informiert und auch Probleme im Naturschutz angesprochen haben. Hier finden Sie Rückblicke zu unseren Artenschutzprojekten und politische Stellungnahmen zu früheren Bauprojekten. Somit erhalten Sie einen schnellen Einblick in unsere Vereinsarbeit seit dem Jahr 1999. ARCHIV